Theodor Fontane

Theodor Fontane wurde am 30. Dezember 1819 in Neuruppin geboren. Als 17-jähriger begann er eine Ausbildung zum Apotheker. In diesem Beruf arbeitete er später in Leipzig, Dresden und Berlin. Dort verlobte er sich 1845 mit Emilie Rouanet-Kummer (1824–1902), die er 1850 heiratete. Beeinflußt durch die Ideen der Märzrevolution von 1848 veröffentlichte Fontane fortschrittliche Texte in der "Berliner Zeitungshalle" und beteiligte sich an Barrikadenkämpfen. Im Revolutionsjahr 1849 entschied er sich, künftig ausschließlich als freier Schriftsteller tätig zu sein. Nun entstanden Texte für die radikal-demokratische "Dresdner Zeitung", aber auch seine erste Buchveröffentlichung Männer und Helden. Acht Preußenlieder. 1851 wurde Fontane von der "Centralstelle für Preßangelegenheiten" angestellt. Für diese reiste er 1852 als "ministerieller Journalist" nach London. Drei Jahre nach seinem ersten längeren Aufenthalt in London arbeitete Fontane von 1855 bis 1859 als Presseattaché der preußischen Botschaft erneut in der englischen Hauptstadt. Nach seiner Rückkehr nach Deutschland widmete sich Fontane vor allem der Reiseliteratur ("Wanderungen durch die Mark Brandenburg"). Seine berühmten Romane (wie "Effi Briest", "Der Stechlin", "Irrungen, Wirrungen") entstanden zum größten Teil nach seinem 60. Lebensjahr. Theodor Fontane starb am 20. September 1898 in Berlin.