Elisabeth Mann Borgese wurde 1918 als jüngste Tochter von Thomas und Katia Mann in München geboren. 1933 ging sie nach der Machtübernahme der Nazis mit ihrer Familie ins Schweizer Exil. 1938 folgte die Emmigration in die USA. Schon im Jahr darauf heiraretete sie den 36 Jahre älteren Historiker und Schriftsteller Prof. Giuseppe Antonio Borgese (1882-1952), mit dem sie zwei Töchter bekam.
Elisabeth Mann Borgese ist viel in der Welt herumgekommen. 1964 reiste sie nach Indien und erforschte die dortige Tierwelt, 1970 wurde sie einziges weibliches Gründlungsmitglied des Club of Rome. 1972 gründete sie das International Ocean Institute und nahm 1973/74 an der 3. internationalen Seerechtskonferenz teil. Ihr Buch Das Drama der Meere erschien in 13 Sprachen. Aufsehen erregte in Amerika die Rückgabe der US-Staatsbürgerschaft zugunsten der kanadischen. 1980 wurde "EMB" mit über 60 Jahren Professorin für internationales Seerecht in Halifax. 2002 verstarb die Hundenärrin unerwartet während eines Skiurlaubs in der Schweiz.